Andersartige Texte lesen

Meine PoetrySlam-Texte (Teil 2)

Pecoraro - Blog
(Bild: eigenes Bild) Politsch gegen die Wand sprechen

Dies ist eines meiner Texte, indem ich schon ein bisschen aggressiver in der Wortwahl und auch auf der Bühne war. Einiges davon entspricht nicht mehr ganz meinen Vorstellungen, finde aber interessant, was ich damals vermitteln wollte und dachte mir, davon teilhaben zu lassen.

Werbung für Mich

Im Mankiw, also in der Bibel der VWL, heisst es:
Es gibt eine weitere Art von Kapital, die, obwohl weniger greifbar als das Realkapital, ebenso so wichtig für die Produktion in einer Wirtschaft ist. Humankapital enspricht die Summe aller in der Vergangenheit vernommene Erziehungs- und Ausbildungsinvestitionen. Die Wichtigste Art von Humankapital ist die Ausbildung.

Was soll die Scheisse?
Humankapital? Human Ressource Management?
Seit wann ist der Mensch eine Ressource?
Das soll Wissenschaft sein?
Für so nen Kack kriegt man nen Doktortitel?
Bin ich jetzt besser weil ich studiert habe oder was?
Und wer hat in mich investiert?
Wenn ich Kapital bin, wem gehöre ich dann?

Ich habe keine Lust mehr auf diese Sklaverei, die man Arbeitsmarktwirtschaft nennt.
Nein nein nein. Der Mensch muss die Lüge erfahren.
Haben wir nichts gelernt aus der Scheiss Politik der Kolonialmächten,
Müssen wir immer´noch nach der Gier so trächten.
Früher hatte man den Schwarzen in Brasilien Capoeira gelassen,
und heute, ich kann es kaum fassen,
ist es das iPhone.

Man lässt es in unsere Hände,
und wir bilden kognitive Wände.
Wände, die die Sicht versperren.
Wände, die die Wahrheit verzerren.

Das Öl hat uns zerstört.
Und heute ist man über Moslems empört.
Naja, die ISIS ist auch zum kotzen.
Deshalb fing die Pegida an zu motzen.
Eine Ansammlung dummer Leute.
Nicht unbedingt Hass, Dämlichkeit ist die Beute.

Natürlich hat hier die Religion verkackt,
sie hat uns Menschen abgespackt,
Ich red aber nicht vom Islam oder Christentum.
Jetzt denkt ihr: womit hats denn sonst zu tun?

Ja, ganz einfach, mit dem Kapitalismus.
Welcher vergrößerte unser Egoismus.
Die Frauen an den Füßen,
während der Mann, sich lässt von Ford begrüßen.

Mit diesem Wissen fühl ich mich so allein,
warum muss das denn so sein.
Zu viele Menschen versperren ihre Augen,
wodurch sie dann zu nichts mehr taugen.
Ich will die Welt zum Guten ändern
Zum Guten ändern will ich die Welt
Dafür benötige ich aber gar kein Geld
Zum Guten ändern kann man das nicht nach aussen
Sondern zum Guten ändern muss man das machen nach innen
Das heisst also, die Welt hier draussen,
ist auch die Welt in mir,
und so ist sie auch in dir.
Das ist etwas, was nicht viele Wissen,
Auch die Slam-Szene wurde in der Manipulierung gerissen.
Denn geachtet wird auf Reim und Sympathie,
aber nicht auf Inhalt, welcher fördert die Empathie.
Selbst mein simpelstes Wort,
erreicht nicht des Publikums Herzensort.
Darum mache ich die Bühne ab sofort die meine,
sodass ich die Publikumsseele erreiche und die deine.
Darum mache ich somit hier Werbung für mich.
Auch wenn es euch NICHT gefällt.
Denn nur so kann ich zum Guten und nach innen ändern die Welt.
Auf der Bühne stehe ich dann allein,
aber ich denke auch im ganzen Saal wird das so sein.
Denn ich will reden über Wirtschaft, Gesellschaft und Politik
Und ausüben dazu, meine Kritik.
Seien wir doch mal ehrlich,
schaut dabei in eure Seele ganz entbehrlich.
Das was ich sage interessiert doch keinen Schwanz.
Egal wem ich es sage, Egal welcher Hans.
Den Weltschmerz den ich mir trage,
berührt den wenigsten doch nur Wage,
Und wisst ihr was ich dazu sage.
Als ich in der Krankenhausküche arbeitete,
und zentnerweise Essen wegschmeissen musste,
meine Seele dabei verkümmerte bis zur letzten Kruste,
da kam was, was ich aufeinmal wusste.
Wir tun tatsächlich in einer Matrix leben,
denn hier hat es nie eine soziale Marktwirtschaft gegeben.
Wohl eher Asozial. Was auch ich mal war.
Weil ich es im Spiegel sah.
Darin sah ich noch viel mehr,
und das gefiel mir nicht so sehr.
Ich sah die Dunkelheit, die überall ist umgeben.
Also fing ich die Lichtsuche anzustreben.
Jedoch war die Suche vergebens.
Denn auch in mir war diese Dunkelheit.
Ich war in meinem Leben so ein Schwein.
Das durfte eigentlich nicht so sein.
Dennoch fand ich in mir ein.
Nur ein ein ein ein ein. Ein Funke.
Und aus dem Funke wurd eine Flamme.
Oh ja. Die Welt ist noch nicht komplett verdunkelt.
Mit meiner kleinen Flamme will ich Licht in die Welt bringen.
Und anti-kapitalistische Lieder singen.